Baukastenprinzip, Eigenentwicklung oder professioneller Webdesigner

Brauche ich wirklich einen professionellen Webdesigner für meine Business Website?

Eine professionelle und kostengünstige Website ohne Programmierkentnisse klingt sehr verlockend. Ein solches Angebot erhält man mittlerweile bei unzähligen Anbietern für Webseiten nach dem Baukastenprinzip. Doch ist ein solches System wirklich eine gute Alternative zu einer Eigenentwicklung oder einer Website von einem professionellen Webdesigner? Wir vergleichen die verschiedenen Varianten für Sie.

Website Kinder
Eine Website zu erstellen ist heute kinderleicht. Sie erfolgreich zu machen, sie als effektiven Verkaufskanal zu nutzen und die Konkurrenz hinter sich zu lassen jedoch nicht. Foto: © rawpixel.com / Fotolia.com

Website nach dem Baukastenprinzip

Schnell, kostengünstig und ganz ohne Erfahrung in der Programmierung soll man eine Website mit einem solchen System erstellen können. Das Endprodukt soll dann auch noch allen Wünschen und Anforderungen gerecht werden. Zugegeben, das klingt wirklich verlockend. Allerdings sind solche Erwartungen an eine Website nach dem Baukastenprinzip oft nur dann zu halten, wenn man recht geringe Anforderungen und keine individuellen Wünsche hat.

Wer sich für ein Baukasten-System entscheidet, tut dies primär aus Kostengründen. Je nach Anbieter benötigt man dafür fast oder gar keine Programmierkentnisse und keine Erfahrung in HTML, CSS oder anderen Web-Sprachen. Das mag auf den Ersten Blick ein Vorteil sein, es ist allerdings auch der Grund, wieso man mit einem solchen System schnell an Grenzen stößt. Individuelle Anpassungen am Design, Funktionen oder professionelle Suchmaschinenoptimierung sind nur in geringem Maße möglich.

Bei einem Baukastensystem für Websites kann man sich nur innerhalb des vom Anbieter zugelassenen Rahmen bewegen. Man ist in der Kreativität und Realisierung von individuellen Funktionen limitiert. Der Anbieter bestimmt die Funktionsvielfalt Ihrer Website.

Die Anbieter haben die Systeme in den letzten Jahren weiterentwickelt und auch optisch können sich einige Layouts und Designs durchaus sehen lassen. Dies täuscht jedoch nicht über die Einschränkungen mit einem solchen Produkt hinweg. Aktuell ist eine Website nach dem Baukastenprinzip noch keine echte Alternative für Unternehmen, die langfristig erfolgreich sein und individuelle Freiheiten haben möchten.

Zielgruppe: Eine Website nach dem Baukastenprinzip eignet sich für Unternehmen, die keinen großen Wert auf individuelle Funktionen legen, nur bedingt SEO betreiben und ein sehr kleines Budget haben. Trotzdem muss die Gestaltung und Entwicklung auf einem soliden und individuellen Konzept beruhen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Dafür ist Erfahrung unabdingbar.

Website selbst entwickeln

Wenn in einem Unternehmen Mitarbeiter mit entsprechender Erfahrung beschäftigt sind, dann kann eine Eigenentwicklung eine geeignete Lösung sein. Als Basis sollte ein aktuelles Content-Management-System (CMS) wie WordPress, Drupal, Joomla oder Typo3 dienen. Gerade für WordPress kann man durch sogenannte Premium-Themes (Designs mit erweiterten und umfangreichen Funktionen) kostengünstig eine ansprechende Website realisieren.  Mit einer Eigenentwicklung auf Basis eines aktuelles CMS sind der Anpassung und Erweiterung (Skalierung) der Website fast keine Grenzen gesetzt. Wenn allerdings nicht nur eine Website das Ziel bestimmt, sondern der wirtschaftliche Erfolg damit, dann sollten Aspekte wie Marketing, Usability, Benutzerführung und Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt werden. Das setzt umfangreiche Kenntnisse in diesen Bereichen voraus.

Zielgruppe: Eine Eigenentwicklung sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn fundierte Erfahrungen in der Webentwicklung und Konzeption vorhanden sind. Sind diese Fundamente vorhanden, dann kann eine Eigenentwicklung eine optimale Lösung für jedes Unternehmen sein. Doch Vorsicht: Eine unprofessionelle Umsetzung kann im Nachhinein zusätzliche Kosten durch eine benötigte Neuentwicklung oder Optimierungen verursachen.

Professioneller Webdesigner oder Agentur

Die Komfortabelste Lösung ist es, sich professionelle Unterstützung zu holen. Ein Webdesigner oder eine Internetagentur kennen sich mit den Anforderungen an eine moderne Business-Website aus. Professionelle Entwickler nutzen eine solide Projektplanung als Basis für die neue Website. Die Erfahrung, die spezialisierte Agenturen bei der Planung und Entwicklung haben, ist ein sehr wichtiger Input, der nicht zu unterschätzen ist. Fehler werden so bereits bei der Planung ausgeschlossen und das Gesamtkonzept aus Planung, Design, Entwicklung und Marketing sichert die Nutzung aller zur Verfügung stehenden Potenziale. Eine professionelle Programmierung stellt zudem sicher, dass die Website später eine zufriedenstellende Performance erreicht und bei allen Besuchern optimal dargestellt wird. Eine professionelle Internetagentur geht individuell auf die Anforderungen des jeweiligen Projekts ein und entwickelt ein zielführendes und ganzheitliches Konzept für Erfolg im Internet.  Die langfristige und kontinuierliche Betreuung stellt sicher, dass die festgelegten Ziele auch wirklich erreicht werden.

Ziegruppe: Unternehmen, die das Internet als wichtigen Verkauskanal nutzen und langfristig erfolgreich sein möchten. Die individuelle Entwicklung bietet alle Möglichkeiten, um ein optimales und individuelles Endresultat zu erzielen.  Die Kosten für eine professionelle Entwicklung sind meist um ein vielfaches Höher, versprechen aber die Besten Resultate durch die Erfahrung der Entwickler. Ein einzelner Webdesigner ist meist günstiger als eine Agentur. Eine Agentur bietet dafür aber normalerweise umfangreichere Leistungen an, die im geeigneten Mix eine bessere Leistung bieten könnten.

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Tobias Karnetzke CEODer Autor: Tobias Karnetzke ist Mitinhaber der Internetagentur Karnetzke. Er ist seit 2004 selbständiger Webdesigner, Programmierer, SEO-Experte und Google zertifiziert. Agenturen im In- und Ausland vertrauen auf seine Erfahrung als Berater und WordPress-Spezialist. E-Mail: tk@karnetzke.de